Gartenzaun richtig planen

Wenn wir Sie auf dieser Seite finden, geht es vermutlich gerade darum, Ihren Zaun zu planen und anschließend in unserem Zaunkonfigurator zu berechnen.

Wir haben hier nützliche Tipps zusammengefasst, die bei der Planung eines Gartenzaun zu beachten sind.

Vom Abstecken über das Abmessen bis hin zur Wahl des Modells und der wichtigen Frage, ob es ein Gartenzaun mit Sichtschutz werden soll oder nicht.

Denn bei der Planung des Wunschzauns sind nicht nur die eigenen Vorstellungen zu berücksichtigen, sondern mitunter auch gesetzliche Vorgaben oder Wünsche des Nachbarn. 

Womit beginnt die Planung eines Gartenzauns?

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen? Nicht unbedingt - um Enttäuschungen zu vermeiden ist es jedoch sinnvoll vor der Wahl des Wunschmodells und der passenden Farbe Ihres Gartenzauns abzuklären, ob die eigenen Vorstellungen umsetzbar sind. Dabei spielen nicht nur die Gegebenheiten vor Ort eine Rolle, sondern auch der Nachbar hat mitunter ein Mitspracherecht wenn es um die Errichtung eines Gartenzauns geht - mal abgesehen von den örtlichen Vorschriften und Bauordnungen. Zu den rechtlichen Aspekten aber weiter unten mehr.

 

Haben Sie mit den Nachbarn und dem Bauamt gesprochen, gilt es zunächst zu eruieren, wie viel Material für die Umzäunung Ihres Grundstücks benötigt wird, bevor Sie sich von der vielfältigen Modellauswahl inspirieren lassen.

Für die Abmessung der Länge des Gartenzauns benötigen Sie an sich nur einen Zollstock bzw. Maßband, eine Schnur und einen Stock. Da ein Zollstock für das Abmessen einer ganzen Anlage häufig zu kurz ist, ist die einfachste Möglichkeit wohl die Verwendung einer Schnur, die Sie an den Enden abmessen. Der Pfahl wird am Anfang und Ende einer Länge in den Boden gesteckt und die abgemessene Schnur daran befestigt - so wissen Sie, wie viele Meter Zaun Sie für eine Länge benötigen. 

Die Länge des Gartenzauns wird dann auf Zaunfelder aufgeteilt, die Sie innerhalb der möglichen Zaunfeldbreite wählen können.

 

muss ich mein Grundstück einzäunen? 

Unabhängig davon, ob Sie einen Sichtschutzzaun oder einen blickdurchlässigen Gartenzaun errichten möchten, sind einige rechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Für viele stellt sich nach dem Hausbau zunächst die Frage: muss ich mein Grundstück einzäunen? Dazu ist zu sagen, dass es in Deutschland grundsätzlich keine Einfriedungspflicht für Grundstücke gibt. Demnach sind Hauseigentümer nicht verpflichtet, eine Begrenzung zu errichten, können dies aber machen. Da diese Regelung aber sehr allgemein gehalten ist, regeln die unterschiedlichen Bundesländer den Sachverhalt noch etwas genauer, und zwar im Nachbarrechtsgesetz. Hier geht es meist um ortsübliche Vorgaben, die bei den örtlichen Bauämtern liegen und über die Sie sich vor dem Bau eines Gartenzaunes unbedingt informieren sollten. Zusammengefasst bedeutet das also, dass Sie also in Ihrem Bundesland trotzdem verpflichtet sein können, Ihr Grundstück einzufrieden.

 

Falls in Ihrem Ort eine Einfriedungspflicht besteht, so gelten einige grundsätzliche Bestimmungen. Wenn zwei Grundstücke nebeneinander an einer Straße liegen, dann hat der Eigentümer sein Grundstück zum rechten Nachbargrundstück (von der Straße aus gesehen) hin einzufrieden. Das nennt sich "Grundsatz der Rechtseinfriedung".  Wenn Ihr Haus zwischen zwei Wegen oder Straßen liegt, dann ist für den Grundsatz der Rechtseinfriedung entscheidend, wo sich der Haupteingang befindet.

 

Je nach Bundesland entsteht auch dann eine Einfriedungspflicht, wenn einer der Nachbarn einen Zaun errichtet haben möchte. Mit dem Einfriedungsverlangen ist der zweite Nachbar dazu verpflichtet, sich an der Erschaffung einer Einfriedung zu beteiligen. Das kann ein Gartenzaun, ein Sichtschutzzaun, eine Hecke oder eine Mauer sein.

 

Wie hoch darf ein Gartenzaun sein?

Die Höhe des Zauns können Sie prinzipiell individuell nach Wunsch wählen. Zu berücksichtigen ist jedoch, ob Sie einen Sichtschutzzaun im Sinn haben, da es besonders für diese häufig örtliche Bestimmungen oder auch Gesetze gibt. Hier empfiehlt es sich, vorab Rücksprache mit dem Baureferat Ihrer Gemeinde zu halten hinsichtlich Ortbild und Höhenbeschränkungen. Denn genau für Sichtschutzzäune sind meistens größere Höhen interessant, die einer Genehmigung bedürfen. Zu empfehlen ist auch immer ein Gespräch mit Nachbarn.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Stärke des Windes, der ein Zaun standhalten muss - denn Sichtschutzzäune sind Windfänger und müssen dementsprechend im Boden verankert werden können. Bedenken Sie auch, ob Sie in einer Gemeinde wohnen, in der es oft Stürme oder Unwetter gibt. Zu diesem Thema finden Sie mehr auf unserer Seite Sichtschutz.

 

Wo darf ich Meinen GartenZaun errichten?

Wenn Sie einen Zaun errichten möchten, müssen Sie das auf Ihrem Grundstück tun. Dabei sollte der Zaun auf dem eigenen Grundstück stehen und nicht mitten auf der Grundstücksgrenze. Errichten Sie eine Einfriedung zu Ihrem Nachbarn, hat der in der Regel ein Mitspracherecht - vor allem, wenn Sie einen Sichtschutzzaun errichten möchten. Daher ist es obligatorisch, den Nachbarn zumindest (schriftlich) über den Zaunbau zu informieren. Im Detail gilt es auch hier wieder, das Bürgerliche Gesetzbuch zu befragen und für örtliche Bestimmungen das Nachbarrechtsgesetz. Häufig dürfen Sie Gartenzäune, Sichtschutzzäune und Mauern bis zu einer Höhe von 90 Zentimetern ohne Genehmigung aufstellen. Zur Orientierung gilt auch, dass zum Nachbargrundstück ein Abstand von mindestens 50 cm zu halten ist, wenn die Einfriedung einseitig errichtet wird. Der allgemeine Grundsatz um böse Überraschungen lautet aber: immer mit den betroffenen Nachbarn und mit dem Bauamt vor Ort vorab sprechen.

 

Welches Design passt?

Wenn Sie die Abmessungen Ihres Grundstücks genommen haben und rechtliche Fragen geklärt haben, geht es an die vielleicht schwierigste Frage: welches Design soll der Gartenzaun haben? 

Dabei werden Sie neben persönlichen Vorlieben vermutlich auch den Stil und die Farbe des Eigenheims berücksichtigen. Ganz allgemein vermitteln Gartenzäune mit Querlatten, wie unser Modell HEISENBERG einen wuchtigeren und moderneren Eindruck. Diese sind deshalb in trendigen Farben wie anthrazit, grau, oder weiß besonders beliebt und werden oft zur Umzäunung von Häusern im modernen, kubischen Baustil verwendet. Lattenzäune wie unser Modell EINSTEIN sind hingegen zeitlos und passen dementsprechend auch zum klassischen Baustil.